5. Tag: Valloire – Col du Galibier – Col du Lautaret – Briançon – Col d'Izoard – La Chalp
84.1 Kilometer, ca. 2400 Höhenmeter, Mittel 16.2 km/h, Fahrzeit 5:14h
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5. Tag: Valloire – Col du Galibier – Col du Lautaret – Briançon – Col d'Izoard – La Chalp
84.1 Kilometer, ca. 2400 Höhenmeter, Mittel 16.2 km/h, Fahrzeit 5:14h
Die beiden (Marcel und Marc) gingen nochmal Wasser auffüllen, während ich noch genug bei mir hatte. Ich ging deshalb schon mal vor und fuhr weiter, ab ins Ungewisse. Der Pass sollte nun von mir bestiegen werden, und ich hatte keine Ahnung, ob überhaupt alle unserer Gruppe noch in der Lage wären, diese Strecke tatsächlich noch zu fahren. Wo war Georg? Ich war fest davon überzeugt, dass er noch irgendwo hinter mir war. Wenn er in seiner heutigen Krise erfahren würde, dass wir noch ganz rauffahren?
Der Grossteil der weiteren Izoard-Strecke verlief durch Wald und wurde schöner, je weiter man nach oben kam. Es ist einfach ein traumhafter Pass, den ich an diesem 30. Juli 2006 nicht zum letzten Mal in meinem Leben gefahren haben will [Hinweis aus der Zukunft: am 1. August 2009 wird es wieder so weit sein!]. Die Aussicht wurde immer grandioser. Man konnte mit der Zeit runterschauen und die bisher gefahrene Strecke betrachten, die sich wie eine Rennbahn durch den Wald schlängelte (Serpentinen durch den Wald). Dazu das prächtige Tal im Hintergrund.
Die Strasse führte weiter bis zur Waldgrenze, wo die Landschaft sogar noch gewaltiger wurde. Lasst einfach die Bilder sprechen!
Abendsonne30. Juli 2006, 19:28:22Die Sonne ist gerade hinter einem Wolkenschleier. | Panorama30. Juli 2006, 19:28:35Beim Izoard muss man für prächtige Aussichten gar nicht erst ganz rauf. |
Und nun erblickte ich auch das sagenumwobene Gasthaus. Laut einem Plakat werde dort jederzeit Essen serviert! Das wäre ja mal was ganz Neues! Aber vielleicht interpretierte ich da auch die französischen Worte falsch, ich habs nicht so mit dieser Sprache. Ich fuhr auf den grossen Platz vor dem Haus, stieg ab und warf den Rucksack hin. Das Refuge Napoleon war erreicht. Ein wunderschöner Ort zum Verweilen und Übernachten, hoffentlich nicht allzu teuer... das Haus sah recht klein aus, die hatten vielleicht wenige Betten und waren entsprechend teuer, fürchtete ich.
Offenbar war bis zur Passhöhe noch ein kleines Stück zu fahren. Laut Bike-Computer konnte es sich nur noch um den Bruchteil eines Kilometers handeln. Die Landschaft in der Abendsonne zwang mich, noch mehr Fotos zu machen, als ich während der Fahrt sowieso schon gemacht hatte. Nach einiger Zeit erschien Marc, und wir holten uns zusammen noch eine Erfrischung im Gasthaus. Die französischen Frauen können schon sehr schön sein, dachte ich mir dort drin mal wieder. Vielleicht kann dies ein weiterer Anreiz sein, diesen Pass noch einmal zu fahren.
Refuge Napoleon30. Juli 2006, 19:35:57Das Gasthaus von Nahem. | Marc30. Juli 2006, 19:36:41Marc erreicht das Gasthaus! |
Nach kurzer Zeit erreichte mich ein SMS von Georg und Julian: «Wir sind oben!». Waaaas!?? Die waren also voll raufgeheizt auf den Izoard und schon einige Zeit vor mir oben! Wie geht denn sowas, Georg hatte doch eine solche Krise am Galibier, und ich war ziemlich «raufgeheizt» am Izoard, um es so zu sagen... hatte da zwei französische Radler vor mir gesehen und musste sie einfach überholen, das ist quasi eine Zwangshandlung bei mir. Wie konnte der Georg jetzt plötzlich wieder derart heizen? Unglaublich, ich kam überhaupt nicht mehr draus.
Das Gasthaus war nicht ganz oben, uns fehlte angeblich noch ein halber Kilometer. Also noch kurz rauf zu den anderen? Kurz oben umkehren gehen und wieder zum Gasthaus runter?? So fuhren wir weiter, ohne länger in diesem schönen Gasthaus zu pausieren. Marc hatte dabei noch das Vergnügen, einen echt sauren Hund abschütteln zu dürfen. ;)
Das Restaurant30. Juli 2006, 21:02:02Hier sind wir schon im Hotel, welches wir nach der Abfahrt fanden. |
Ganz oben waren wir dann nach längerer Zeit wieder vereint. Mit den mittlerweile nicht mehr spektakulären 2360 Metern war für mich der Col d'Izoard nicht einmal mehr ein wirkliches Beweis-Foto wert. Und wenn ich mich da an den Col de la Croix mit seinen lächerlichen 1778 Metern zurückerinnere, wie ich damals noch stolz war (Wahnsinn!)... ;)
Col de la Croix27. Juli 2006, 14:36:51;-)) |
Nicht nur die Fahrt auf den Izoard war wohl die Schönste aller Pässefahrten, nein, auch die Abfahrt war absolut sensationell. Endlich musste man nicht die ganze Zeit auf der Bremse stehen, bis die Hände sich verkrampften. Jedenfalls galt das für die meisten von uns. Georg hätte hier wohl ein bisschen was anderes geschrieben ;). Aber in meinen Augen war diese grandiose Abfahrt mit der einwandfreien Strasse zu schade zum Verbremsen. Recht weit unten folgte das erste Dorf nach dem Pass, von dem niemand von uns wusste wie es überhaupt hiess (Anm. 2009: wir nächtigten im Ort La Chalp, direkt unterhalb von Brunissard). Auf einem Parkplatz hielten wir an. Georg kam als letzter, sprang sofort vom Rad runter, liess dieses fallen und stützte seine schmerzenden Hände am Boden ab. «Warum bremst du auch immer, lass doch laufen!», meinte Marcel. Georg wollte nicht schnell fahren, weil ihm die Strasse zu gefährlich gewesen war. Wir verliessen das erreichte Dorf nicht mehr und suchten gleich ein Hotel. Wieder war schnelles Duschen angesagt im letzten Hotel, wo überhaupt noch Nachtessen serviert wurde, denn warmes Essen wurde auch dort nur noch bis in ca. 15 Minuten serviert. Und erneut très français: eine Menü-Karte gab es diesmal nicht, sondern es wurde lediglich gebracht. Das war auch gar nicht schlecht. Nach Galibier und Izoard war man einfach froh, irgendwas anderes als Riegel zu bekommen!