2. Tag: Zweisimmen – Saanenmöser – Col du Pillon – Col de la Croix – Martigny ( – Liddes / Grosser St. Bernhard)
94.7 Kilometer, ca. 1500 Höhenmeter, Mittel 21 km/h, Fahrzeit 4:30h (nur bis Martigny)
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2. Tag: Zweisimmen – Saanenmöser – Col du Pillon – Col de la Croix – Martigny ( – Liddes / Grosser St. Bernhard)
94.7 Kilometer, ca. 1500 Höhenmeter, Mittel 21 km/h, Fahrzeit 4:30h (nur bis Martigny)
Im weiteren Verlauf dieser Strecke passierte etwas, das mich dazu animiert, die gleiche Strecke (und sowieso solche Touren) immer und immer mal wieder zu fahren: entlang einer Schnellstrasse sah Julian auf einmal Geld herumflattern! Hunderternoten, Fünfzigernoten, Zwanzigernoten... einfach so auf der Strasse. Weiter vorne fuhr ziemlich bald darauf ein Autofahrer rechts ran. Julian stieg ab und sammelte das Geld ein (wir anderen hatten davon noch gar nichts mitbekommen, da wir recht weit hinter ihm fuhren). Der Autofahrer stieg aus und sammelte ebenfalls ein paar Geldscheine ein. Julian brachte das Geld zu ihm und wollte es ihm geben, da er glaubte, der Autofahrer hätte das Geld verloren. Doch der Autofahrer tat zu Julians Überraschung das selbe. Offenbar glaubte der Autofahrer, Julian hätte das Geld verloren, deshalb hielt er auch an um ihm beim Aufsammeln zu helfen. Das fanden wir sehr nett! Wer das Geld wirklich verloren hatte, wusste niemand. Mangelns Sprachkenntnissen waren wir auch zu faul, dem Autofahrer klar zu machen, dass es nicht unser Geld war. «Grazie mille!», hörte ich nur noch. Aber es war jedenfalls ein netter Batzen für unsere Kasse, um die Tour zu finanzieren. Vielen Dank an den unbekannten Spender / die unbekannte Spenderin! :)
Die restliche Zeit dieses Nachmittags war weitaus mühsamer. Dazu hatte ich Hunger und war damit wohl nicht allein, ich freute mich auf ein gutes Mittagessen (es wurde bereits Abend). Endlich in Martigny angekommen, reichte die Zeit jedoch nicht mehr für ein Restaurant. Statt dessen gingen wir in einer Coop-Tankstelle ein paar Sandwiches und Getränke holen, um diese kurz einzunehmen und dann gleich weiterzufahren. Nein, dachten Georg, Marc und ich. Wir hätten schon lieber was Richtiges gegessen und eine Pause gemacht, denn wir waren recht erschöpft. Deshalb fällten wir einen wichtigen Entscheid: «Auf den Grossen St. Bernhard fahren wir heute nicht mehr». Denn das wären immerhin noch stolze 50 Kilometer gewesen – harte Kilometer. Und das ganze um schätzungsweise 17:30 Uhr noch zu starten, war uns zu spät. Es würde dort oben ja nicht mal mehr zu Essen geben, denn vor 19 Uhr würden wir nie oben ankommen. Ausserdem wurde es ungemütlich und sah nach Regen aus. Während Marcel und sein Sohn Julian den Grossen St. Bernhard trotz allem und um diese Zeit noch in Angriff nahmen (Respekt!), entschieden wir übrigen drei uns, mit dem Postauto raufzufahren. Wir schämten uns nicht einmal wirklich dabei, aber vielleicht ein bisschen. Julian gab uns seinen Rucksack, damit er wenigstens entlastet hochfahren konnte, wir würden das Gepäck dann mit dem Bus raufbringen. Ein ziemlich ungeschickter Entscheid allerdings...Denn nachdem die beiden längst abgefahren waren und wir beim Bahnhof von Martigny ankamen, mussten wir feststellen, dass der letzte Bus auf den Grossen St. Bernhard gerade eben abgefahren war. Es würde keinen Bus mehr geben nach oben, erst morgen früh wieder. Tja, nun fuhren die beiden hoch, wir hatten Julians Rucksack und konnten nicht mehr mit ;). Er hatte keine Kleider, keine Zahnbürste, nichts. Wir fragten noch einen Taxi-Chauffeur, doch 185 Franken für auf den Grossen St. Bernhard war uns definitiv zu teuer. Für weniger Geld kriegt man ein Hotelzimmer in Martigny, was wir dann auch – nicht ohne etwas schlechten Gewissens – in die Tat umsetzten! So blieben wir im Hotel unten in Martigny und genossen ein wunderbares Abendessen, während die anderen beiden sich den St. Bernhard hochquälten! :-))
Viel später am Abend erreichte uns ein Anruf. Marcel. Er hatte den Aufstieg unterbrochen und spontan in Liddes ein Hotelzimmer genommen. Damals dachte ich, sein Sohn wäre ebenfalls bei ihm gewesen... doch das stimmte nicht, der Verrückte fuhr noch am selben Abend ganz nach oben.
Hotel in Martigny27. Juli 2006, 22:20:59Marc an der Reception, über die spiegelnde Decke fotografiert. |